BÖLW Pressemitteilung

BÖLW-Statement zum aktuellen Stand der Sondierungen

Berlin, 02.11.2017. Den aktuellen Stand der Sondierungen von Union, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Landwirtschaft und Verbraucherschutz kommentiert Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Dass um die Landwirtschaft von Union, FDP und Grünen hart gerungen wird, zeigt wie wichtig das Thema ist. Der aktuelle Stand der Sondierungen zeigt auch, dass die Verhandler wichtige Herausforderungen anerkennen aber noch viel zu tun haben. Denn der notwendige Umbau des Sektors drängt, wenn die neue Bundesregierung Klima- und Umweltziele erreichen sowie den ländlichen Raum stärken will und die Landwirtschaftspolitik auch den Rückhalt bei den Bürgern finden soll.

Wichtig ist, dass nicht nur Änderungsbedarf anerkannt wird, sondern Union, FDP und Grüne auch die Wege zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft und Ernährung aufzeigen. Insektensterben, Klimakrise und die hohe Zahl der aufgegebenen Höfe beweisen, dass die neue Regierung beim Topthema Landwirtschaft nicht nur „diskutieren“, „evaluieren“ und „prüfen“ sondern dringend handeln muss – mit einem Rahmen für Bauern und Lebensmittelunternehmen für mehr Nachhaltigkeit.“

Der BÖLW hat zusammengestellt, welche Stellschrauben von der Politik bewegt werden müssen, damit Landwirtschaft und Ernährung zukunftsfähig werden.   

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von über 40.000 Bio-Betrieben 9,48 Mrd. Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Bioland, Biokreis, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.