Nürnberger Erklärung

Gemeinsam für mehr Bio in Europa

Wir wollen mehr Bio in Europa! Wir lehnen die geplante Totalrevision der EU-Kommission entschieden ab. Es muss verhindert werden, dass die vorgelegte Totalrevision in Kraft tritt.Wir fordern die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten auf, den aktuellen Revisions-Entwurf nicht umzusetzen, sondern das Bio-Recht auf Basis der bestehenden EU-Öko-Verordnung fortzuentwickeln.

Auf der BIOFACH haben die Initiatoren der Initiative die "Nürnberger Erklärung" an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und EU-Agrarkommissar Phil Hogan übergeben.

Zur Nürnberger Erklärung (deutsch, PDF, 1.8 mB)

To Nuremberg Declaration (english, PDF, 1.7 mB)

Zahlreiche Verbände und Unternehmen unterstützen die "Nürnberger Erklärung". Bis zum 25. Februar können weitere Akteure das Papier zeichnen und damit bekunden, dass nur eine Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung zu mehr Bio in Europa führen wird.

Zur Webseite und zur Unterzeichnung der "Nürnberger Erklärung"

Übergabe der Nürnberger Erklärung auf der BIOFACH

Übergabe der Nürnberger Erklärung auf der BIOFACH, linkes Bild Übergabe an Phil Hogan, rechtes Bild Übergabe an Christian Schmidt; Fotos: J. Moewius, BÖLW

Hintergrund

EU-Agrarkommissar Phil Hogan, das EU-Parlament und der EU-Agrarrat wollen trotz scharfer Kritik an der von der EU-Kommission geplanten Totalrevision der EU-Öko-Verordnung weiter festhalten. Mit dem Kommissions-Entwurf werden die bisher gültigen Regeln für den Öko-Landbau und die Bio-Lebensmittelwirtschaft in Europa grundsätzlich in Frage gestellt.

Die EU-Bio-Regeln wurden erst vor wenigen Jahren neu gestaltet. Jetzt sollen sie erneut und ohne Not völlig neu gefasst werden. Das schafft eine komplett neue Rechtslage und führt zu großen Unsicherheiten bei Praktikern und Marktakteuren.

Die neuen Regelungen werden den Öko-Landbau und die Bio-Lebensmittelwirtschaft in ihrer weiteren Entwicklung massiv behindern. Europaweit werden dadurch Wachstum und Beschäftigung im Bio-Bereich gefährdet. Die EU-Kommission stellt selbst fest: Öko-Landbau und Bio-Lebensmittelwirtschaft in Europa würden durch die Totalrevision schrumpfen. Und das, obwohl die Nachfrage nach heimischen Bio-Lebensmitteln steigt und die Ausweitung der Öko-Produktion mehr sauberes Trinkwasser, hohe Artenvielfalt und mehr Beschäftigung im ländlichen Raum schaffen würde.

Die Konsequenzen der geplanten Totalrevision wären fatal: weniger heimische Bio-Produkte für Verbraucher, weniger Arbeitsplätze und weniger Umwelt-, Klima- und Artenschutz in Europa.

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