Pflanzengesundheit im Öko-Landbau

Um Pflanzen für gute Erträge gesund wachsen zu lassen, setzen Öko-Landwirte vor allem auf vorbeugende Maßnahmen und die Stärkung ökologischer Selbstregulationsmechanismen. Dazu zählen eine vielfältige Fruchtfolge, der Einsatz von robusten Pflanzensorten oder auch die Förderung von Nützlingen. Ergänzend werden zur Stärkung der Pflanzen aber auch direkten Abwehr von Krankheiten und Schädlingen Präparate auf naturstofflicher Basis eingesetzt. Im Rahmen des Projektes „Pflanzenschutzstrategien im Öko-Landbau", welches durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert wird, aktuelle Fragen des Pflanzenschutzes im Öko-Landbau bearbeitet.

Informationen

BÖLW-Artikel
Wird im Bio-Landbau gespritzt? (2012)

BÖLW-Information Öko-Weinbau und Kalium-Phosphonat

Durch den Einsatz von Kaliumphosphonat wird die natürliche Widerstandskraft und Abhärtung der Rebe gegen die pilzliche Erkrankung „Falscher Mehltau“ erreicht. Seine Anwendung war bislang für Öko-Betriebe in etlichen EU-Staaten zugelassen. Durch gesetzliche Änderungen ist für eine weitere Nutzung eine Neuzulassung des Stoffes für den Öko-Bereich erforderlich. Der BÖLW setzt sich für die Listung von Kaliumphosphonat als zulässiges Pflanzenschutzmittel in der EU-Öko-Verordnung ein.

BÖLW-Information: Bio-Weinbau und Kalium-Phosphonat (2013, 2 Seiten, 25 kB)

Gutachten: Kann Kalium-Phosphonat als mineralisch, natürlich vorkommend angesehen werden?

Das Kalisalz der Phosphonsäure wird im Öko-Landbau als Bestandteil von Pflanzenstärkungsmitteln im Weinbau eingesetzt, um Pflanzen gegen den Pilz „falscher Mehltau“ widerstandsfähiger zu machen. Durch die Änderung des Pflanzenschutzmittelrechts wird der Stoff künftig als Pflanzenschutzwirkstoff betrachtet werden. Dies erfordert auch eine Neubewertung für den Öko-Landbau. Der Stoff gilt als umweltverträglich. Noch nicht geklärt war bislang die Frage nach der Art des Stoffes und inwieweit er als naturstofflich gelten kann. Dazu wurde das vorliegende Gutachten verfasst.

Gutachten: Kalisalz der Phosphonsäure (2013, 17 Seiten, 422 kB)